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Probleme

Im ersten Projektjahr zeigten sich folgende Probleme bei den Einnetzungen:

  • Die sachgemäße und lückenlose Anbringung von Einnetzungen an bestehenden Folienüberdachungssystemen war teilweise schwierig, da die Konstruktionen nicht dafür vorgesehen sind und Lücken nicht immer zu vermeiden sind (Abb. 1).
  • Belüftungssysteme in der Traufe bzw. im Dach von diversen Folienüberdachungs­systemen verhinderten eine komplette Schließung der Anlagen (Dächer zu groß um komplettes Netz über zu werfen).
  • Durch Reibung an der Konstruktion der Folienüberdachung entstanden sehr schnell Schä­den am Netz (Abb. 2)
  • Die Qualität der Netze war teilweise nicht ausreichend (Abb. 3):
    1. Trotz der angegebenen Maschenweite von 0,8 x 0,8 mm waren Webfehler mit stellenweise doppelter Maschenweite vorzufinden.
    2. Große Netze waren aus mehreren kleineren Netzen zusammengenäht. An den Näh­ten waren stellenweise sehr große Lücken.
    3. Die Maschen der Netze waren stellenweise gar nicht bzw. nicht genügend miteinander verschweißt, so dass die Maschen mit der Hand oder bei Windbewegung und Reibung an der Konstruktion oder an Ästen verschoben werden konnten. Diese erweiterten Maschen stellen Eintrittspforten für die Kirschessigfliege dar.
  • Probleme bei der Einnetzung von Himbeeren: „Bestäuberproblematik“
    1. Durch die Einnetzung blieb den Bestäubern der Einflug in die Kultur verwehrt. Bei Einbringung von Bestäubern in zu niedrige eingenetzte Himbeerkulturen kann es zu Panikreaktionen der Bestäuber und somit zu einer unzureichenden Bestäubung kommen, was zur Krümelfrüchtigkeit und zu Kümmerfrüchten bei Himbeeren führt (Abb. 4).
Lücken ILücken II
Abbildung 1: Lücken bei der Einnetzung von Kirschen unter Folienüberdachungssystemen
Schäden ISchäden II
Abbildung 2: Durch Reibung entstandene Schäden am Netz
Qualität des Netzes IQualität des Netzes II
Abbildung 3: Mangelhafte Qualität der Netze
Krümmelfrüchtigkeit bzw. Kümmerfrucht II Krümmelfrüchtigkeit bzw. Kümmerfrucht I
Abbildung 4: Kümmerfrüchte / Krümelfrüchtigkeit bei Himbeeren durch unzureichende Bestäubung (© Silke Benz, LWK NRW)

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie ebenfalls hier als Download

Ergebnisbericht 2017 Demonstrationsvorhaben „Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)“

 

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